Das kindliche Gehirn reift im Laufe der gesamten Kindheit. Ein Neugeborenes bringt 30% ausgereifte Hirnzellen mit auf die Welt. Bis zum 20. Lebensjahr ist dauert es bis die Gehirnentwicklung komplett abgeschlossen ist. Deshalb sind Impulskontrolle, Perspektivwechsel, Frustrationstoleranz im Kindesalter so große Herausforderungen. All das entsteht erst nach und nach. Kinder wollen nicht schwierig sein. Sie können viele Dinge schlicht noch nicht. Wenn wir das einordnen können, entsteht ein Miteinander: Wir begleiten die Unreife und finden Möglichkeiten Kinder bei den Dingen zu unterstützen, die noch nicht gelingen.
Kinder handeln um sich ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Bedürfnisse sind keine Wünsche. Sie sind universell, jeder Mensch hat diegleichen Bedürfnisse, die Stärke der Bedürfnisse varriiert. Kinder brauchen neben körperlichen Bedürfnissen Nähe, Orientierung, Sicherheit, Bindung. Erst wenn diese Grundbedürfnisse gestillt sind, können sie kooperieren. Bedürfnisse zu verstehen heißt nicht, alles zu erfüllen. Es heißt: erkennen, was dahintersteckt, und dann angemessen zu führen- ohne Strafen.
Gefühle sind das Navigationssystem des Kindes. Wut, Traurigkeit, Angst: Das alles sind Hinweise auf innere Prozesse. Kinder können diese Gefühle noch nicht selbst regulieren. Es gleicht einer Wildwasser-Rafting Tour wie sehr Gefühle Kinder überfordern können. Genau deshalb brauchen sie unsere Präsenz und Co-Regulation- eine erwachsene Bindungsperson, die sie unterstützt in fremden Gewässern. Wenn Kinder Emotionen nicht unterdrücken müssen, sondern erleben und Sicherheit bekommen, wächst echte Reife und sie lernen zunehmend Gefühle selbst zu steuern.
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